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Die Planungen zum
Cottbuser Ostsee

 

Die Umwandlung eines 1.900 Hektar großen Tagebaus in den größten künstlichen See Deutschlands beschäftigt die Stadt Cottbus und die anderen Anrainer des Sees bereits seit vielen Jahren. Neben Visionen, die in den frühen 2000er Jahren entstanden, sind es heute immer konkreter werdende Planungsansätze, die diesen komplexen Prozess begleiten.

Um die Grundlage für die Transformation eines Tagebaus in einen See zu erhalten, ist die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens notwendig. Es dient dazu den Vorgang der Flutung vorzubereiten und die damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt abzuwägen. Allein mit der technischen Komponente lässt sich jedoch noch kein See gestalten. Hierfür braucht es zunächst visionäre Vorschläge.

Ein erster wesentlicher Schritt zum Finden konkreter Ideen für den großen künstlichen See im Osten von Cottbus war der 2000/2001 durchgeführte internationale Ideenwettbewerb. Er hatte zum Ziel Visionen zu entwickeln, aus denen mittel- bis langfristig umsetzbare Ziele formuliert werden können. Aus insgesamt 49 Vorschlägen wurden in zwei Wettbewerbsphasen schließlich 8 Arbeiten prämiert.

Knapp 3 Jahre nach Durchführung des Wettbewerbs wurden 2004 die damals formulierten Ideen in einer Zukunftswerkstatt zu tragfähigen und realistischen Vorschlägen weiterentwickelt. Die Ergebnisse der Werkstatt wurden schließlich 2006 im Masterplan manifestiert.

Die Transformation des Tagebaus Cottbus-Nord in den Cottbuser Ostsee ist neben den genannten Planungsvorgängen stark mit der IBA Fürst-Pückler-Land (2000-2010) verbunden. Sie diente der stark durch die Braunkohle geprägten Lausitz als Impulsgeber für zukünftige Entwicklungen.

Um die Grundzüge der Entwicklung des Sees weiter zu konkretisieren wurde im Jahr 2016 eine Potenzialanalyse durchgeführt. Diese legte den Fokus verstärkt auf die Funktionen Naherholung, Tourismus und verkehrliche Entwicklung des Sees.