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ZUR ENTWICKLUNG DES
COTTBUSER OSTSEES

PLANUNG

Planungsziele

Um die Transformation eines Tagebaus in einen See zu erm√∂glichen, ist die Durchf√ľhrung eines¬†Planfeststellungsverfahrens notwendig. Es dient dazu, den hochkomplexen Vorgang der Flutung vorzubereiten, Verantwortungen zu kl√§ren und die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt abzuw√§gen.

Aus einem internationalen Wettbewerb heraus weiterentwickelt und durch eine Zukunftswerkstatt qualifiziert, entstand 2006 der Masterplan Cottbuser Ostsee. Seitdem wurde dieser immer wieder durch Fortschreibungen an die aktuellen Bedarfe und Entwicklungen angepasst.

Die Transformationsprozesse des ehemaligen Tagebaus Cottbus-Nord in den Cottbuser Ostsee war auch ein Bestandteil der internationalen Bauausstellung (IBA) F√ľrst-P√ľckler-Land 2000-2010. Hier war der Ostsee eines von 30 Projektbausteinen.

 

Um insbesondere die touristische Ausrichtung des Sees weiter zu konkretisieren, wurde im Jahr 2016 eine¬†Potenzialanalyse¬†durchgef√ľhrt. Diese legte den Fokus verst√§rkt auf die Teilfunktionen Naherholung und Tourismus sowie infrastrukturelle Entwicklung des Sees.

Die im September 2020 fertiggestellte “Entwicklungsstrategie Cottbuser Ostsee” stellt die Verkn√ľpfung mit bisher erarbeiteten Konzepten und Untersuchungen dar, mit dem Ziel einer Gesamtstrategie die zur Entwicklung des Stadt-See-Umlandes beitragen soll. Insbesondere die Projektgebiete Seeachse, Stadthafen und Rundweg bilden r√§umliche und funktionale Schwerpunktorte.

Zentrales Ziel der Planungen ist es, die langfristige Stadtentwicklung positiv und proaktiv zu gestalten, indem das Zusammenwachsen der Stadt mit dem zuk√ľnftigen Cottbuser Ostsee gezielt gef√∂rdert wird.

 

 

Aktuelle Planungen und Konzepte

Strände

Der zuk√ľnftige Cottbuser Ostsee soll zu einem wichtigen Naherholungsziel f√ľr die gesamte Region werden. Wesentlicher Bestandteil f√ľr Freizeit, Entspannung und Regeneration ist das Erlebbarmachen von Wasser und Natur. In diesem Zusammenhang sollen am Ostsee f√ľnf Str√§nde entstehen, die in ihrem Angebot und ihrer Auspr√§gung unterschiedlichste Interessengruppen ansprechen sollen.

Die f√ľnf Str√§nde, die sich um den gesamten Cottbuser Ostsee verteilen, sollen vielf√§ltige, multicodierte, jeweils eigenst√§ndig charakterisierte Natur- und Erholungsbereiche aufweisen, welche den Tourismus, die Naherholung und das Naturerleben mit einem attraktiven Sport- und Freizeitangebot verkn√ľpfen.

Mit der Grundlagenermittlung, Vorplanung in drei Varianten und Entwurfsplanung der Vorzugsvariante f√ľr den Hauptstrand am Cottbuser Ostsee ist die ARGE IPP Hydro Consult Cottbus und atelier 8 landschaftsarchitektur Berlin beauftragt. Die Arbeitsgemeinschaft ist ebenfalls mit der Planung und Gesamtkonzeption des Rundweges betraut, wodurch eine integrative Bearbeitung beider Teilbereiche m√∂glich wird. Ziel ist die Entwicklung eines st√§dtisch-urbanen Strands in N√§he des modernen Hafenquartiers mit vielf√§ltigen Angeboten f√ľr G√§ste und Einheimische.

Abbildung: Variantenskizze aus dem Erarbeitungsprozess der ARGE IPP Hydro Consult + atelier 8 landschaftsarchitektur

Mit der Freiraumplanung sowie der verkehrstechnischen und stadttechnischen Erschlie√üung der Nebenstr√§nde wurde die ARGE Belvedere und Gehrke Landschaftsarchitekten aus Berlin beauftragt. Auf Grundlage des Masterplans sowie vorangegangener Analysen und Strategien werden Konzeptionen f√ľr den Naturstrand S√ľdspitze, den Merzdorfer Strand, den Willmersdorfer Strand sowie den B√§renbr√ľcker Strand erarbeitet.
Im ersten Schritt erfolgt die Grundlagenermittlung sowie die Erarbeitung eines Gestaltungskonzeptes mit je zwei Varianten pro Strand. Die breite Beteiligung und kollektive Erarbeitung der Planungen mit den betroffenen Gemeinden, Interessensgemeinschaften, Gremien und Behörden ist dabei ein wesentlicher Bestandteil im Arbeitsprozess.

Abbildung: Übersicht Nebenstrände (Quelle: Bau- u. Verkehrsausschuss 12.10.22)

 

  • Naturstrand S√ľdspitze

Beim Naturstrand S√ľdspitze handelt es sich um den kleinsten Strand am Cottbuser Ostsee, der zudem nicht in der N√§he von Ortslagen gelegen ist. Im Vordergrund steht hier die Schaffung eines Strands mit Naturcharakter. In diesem Zusammenhang soll an dieser Stelle ein FFK-Strand entstehen, der auch Bereiche vorsieht, die f√ľr Hunde freigegeben sind. Die Erschlie√üung des Strands, der f√ľr maximal 700 Personen ausgelegt ist, erfolgt ausschlie√ülich √ľber den Rundweg. Parkm√∂glichkeiten f√ľr den motorisierten Individualverkehr sind nicht vorgesehen.

Abbildung: Naturstrand S√ľdspitze (Quelle: Potenzialanalyse Cottbuser Ostsee)

 

  • Merzdorfer Strand

Der Merzdorfer Strand befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hafenquartier und dient mit einer Kapazit√§t von bis zu 2.600 Besuchern als Neben- bzw. Ausweichstrand f√ľr den Hauptstrand. Zielgruppe f√ľr diesen Bereich sind vorwiegend Badeg√§ste aus dem lokalen Umfeld mit in der Regel k√ľrzerer Verweildauer. Die Anreise soll vorwiegend unmotorisiert √ľber den Rundweg erfolgen, da keine separaten Parkpl√§tze vorgesehen sind.

Abbildung: Merzdorfer Strand (Quelle: Potenzialanalyse Cottbuser Ostsee)

 

  • Willmersdorfer Strand

Der Willmersdorfer Strand ist verbunden mit der ehemaligen Ortslage Lakoma, der als ,,Erinnerungsort” an die durch den Tagebau zur√ľckgebauten Orte ausgef√ľhrt werden soll. Zusammen bildet der Bereich den zentralen Knotenpunkt am See f√ľr Radfahrer vom Seerundweg zu (√ľber)regionalen Radwegen bzw. umgekehrt. Er dient als Pr√§sentations- und Ausflugsstandort f√ľr schwimmende Architektur am See und soll zudem Sport- und Spielfl√§chen integrieren. Zielgruppe sind in erster Linie Tagesbesucher und Ausfl√ľgler sowie Badeg√§ste aus dem lokalen Umfeld.

Abbildung: Willmersdorfer Strand (Quelle: Potenzialanalyse Cottbuser Ostsee)

 

  • B√§renbr√ľcker Bucht

Die B√§renbr√ľcker Bucht liegt im nord√∂stlichen Uferbereich des Cottbuser Ostsees und ist mit ausreichendem Abstand zu den Ortslagen pr√§destiniert f√ľr Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt auf Wassersport und Musikevents. Als Aktiv- bzw. Surfstrand sollen hier Wind- und Kitesurfangebote zu finden sein und auch gro√üz√ľgige Sport- und Spielfl√§chen integriert werden. Zielgruppe ist ein tendenziell j√ľngeres Publikum. Entsprechend sind ein Beachvolleyballfeld, eine Zeltwiese sowie Wohnmobilstellpl√§tze vorgesehen. Die Erschlie√üung erfolgt √ľber den Rundweg sowie √ľber die L473 zur B97 f√ľr den motorisierten Individualverkehr. In diesem Zusammenhang sollen vor Ort ungef√§hr 250 Stellfl√§chen entstehen.

Abbildung: B√§renbr√ľcker Bucht (Quelle: Potenzialanalyse Cottbuser Ostsee)

Rundweg

Neben der Schaffung eines attraktiven Naherholungsgebietes wird angestrebt, insbesondere das Umfeld des Sees zu einem gestalterischen Impulsgeber zu entwickeln.
Vor diesem Hintergrund soll ein ca. 27 km langer Rundweg als erstes Initialprojekt den entstehenden See umschließen.

Ziel ist dabei die Integration der vielf√§ltigen st√§dtebaulichen und touristischen Schl√ľsselprojekte der Stadt Cottbus/Ch√≥Ňõebuz und der Anrainergemeinden sowie das Erlebbarmachen der Geschichte und Kultur rund um den ehemaligen Tagebau Cottbus-Nord. Der Planungsprozess wird voraussichtlich bis ins vierte Quartal 2023 in Anspruch nehmen. Die Fertigstellung ist f√ľr 2027 vorgesehen.

Erlebbarmachen der Ortsgeschichte
Unter dem Begriff der ‚ÄěZeitschichten‚Äú soll die Geschichte entlang des Rundwegs sichtbar gemacht werden. In diesem Zusammenhang soll auf ehemalige Ortschaften und Stra√üen sowie auf die ehemalige Bahnlinie nach Guben hingewiesen und deren Historie erz√§hlt werden. Besonders geschichtstr√§chtige Orte sollen interaktive Stationen bekommen, an denen dem nicht mehr Sichtbaren erinnert wird. Dadurch sollen dem Rundweg neben sportlichen und naturerlebnisnahen Aktivit√§ten auch kulturhistorische Aspekte zuteilwerden, sodass die Geschichte des Gebietes auch zuk√ľnftigen Generationen in Erinnerung bleibt.

Vielfalt der Orte und Stationen
Neben den bereits im Rahmen des Masterplans festgelegten Stationen sollen erg√§nzende Rast- und Aussichtspunkte am Rundweg angelegt werden. Dabei sollen thematische Akzente mit unterschiedlichen Angeboten gesetzt werden, um den Rundweg zu einem spannenden Entdeckungspfad auszugestalten. Durch unterschiedliche Bepflanzung k√∂nnen zudem verschiedene Erlebnisr√§ume entstehen. Vorgeschlagen werden beispielsweise B√§ume mit Herbstf√§rbung auf der Westseite und Fr√ľhjahrsbl√ľher wie Kirschen auf der Ostseite des Sees.

Sport und Bewegung
Wesentliche Zielsetzung ist, dass der Rundweg m√∂glichst vielen Anspr√ľchen und Bedarfen gerecht wird. Die Bed√ľrfnisse von Radfahrern, Skatern, Wanderern und L√§ufern sollen demnach gleicherma√üen ber√ľcksichtigt werden. Um dies zu gew√§hrleisten, wird die Organisation des Neben- und Miteinanders verschiedenster Nutzergruppen eine entscheidende Rolle spielen. In h√∂her frequentierten Bereichen soll dies durch die Ausgestaltung getrennter Belagsfl√§chen erfolgen. In diesem Zusammenhang wird auch genug Raum f√ľr das Austragen spezifischer Sportveranstaltungen Ber√ľcksichtigung finden.

F√ľr die Gesamtkonzeption und Planung des Rundwegs am zuk√ľnftigen Ostsee wird die Stadt Cottbus/Ch√≥Ňõebuz mit 1,6 Mio. Euro aus der Strukturwandelf√∂rderungen des Bundes unterst√ľtzt, die eine umfassende Beteiligung vorsieht. Mit der Erarbeitung der Planung wurde die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) aus IPP Hydro Consult GmbH Cottbus und atelier 8 landschaftsarchitektur Berlin beauftragt. Das naturschutzfachliche Gesamtkonzept wird durch die B√ľros Fugmann Janotta und Partner mbB und √Ėkoplan Institut f√ľr √∂kologische Planungshilfe erarbeitet. Der integrierte Planungsprozess wird voraussichtlich bis 2023 durchgef√ľhrt.

Planungsverlauf:

  • 07/2022 Auftaktveranstaltung mit Projektpartnern
  • 09/2022 Beratung mit der LEAG zu Uferabstand in bestimmten Trassenbereichen
  • 10/2022 Beratung mit Ortsbeir√§ten Dissenchen/Schlichow, Merzdorf und Willmersdorf
  • Anschlie√üend Beginn konkreter Trassenplanung auf Ostseite des zuk√ľnftigen Ostsees
Abbildung: Projektablauf Rundweg (Quelle: Bau- u. Verkehrsausschuss 12.10.22)

BuGa 2033

Im Jahr 1995 war die Stadt Cottbus/Ch√≥Ňõebuz Austragungsort der ersten Bundesgartenschau (BuGa) in den neuen Bundesl√§ndern. Mit √ľber 2,4 Millionen G√§sten konnten die nachwendlichen Entwicklungssch√ľbe sowie die Transformation vom Kohlerevier zu einer bl√ľhenden Landschaft einer breiten √Ėffentlichkeit pr√§sentiert werden.

Bereits 38 Jahre sp√§ter m√∂chte die Stadt Cottbus/Ch√≥Ňõebuz erneut Ausrichterin der Bundesgartenschau werden. Die ‚ÄěBuGa 2033‚Äú soll dabei unter dem Blickwinkel einer Region im Wandel sowie einer nachhaltigen Stadtentwicklung stehen.

Die Bundesgartenschau ist eine saisonale Dauerveranstaltung zum Gartenbau und der Landschaftsarchitektur, die im Zweijahresturnus in ausgew√§hlten St√§dten der Bundesrepublik Deutschland ausgetragen wird. In der Regel erfolgen im Rahmen einer Bundesgartenschau umfangreiche Freiraumgestaltungen sowie die Schaffung biodiverser gr√ľn-blauer Infrastruktur, welche f√ľr den Ausstellungszeitraum als Touristenmagneten fungieren. Nach Austragung der Veranstaltung soll der ins Stadtbild integrierte Gr√ľnraum einen nachhaltig lebenswerten Aufenthaltsraum f√ľr die Stadtbewohner darstellen.

Die Geschichte der BuGa geht bis auf √∂ffentliche Pflanzenschauen im 19. Jahrhundert zur√ľck. In ihrer heutigen, stadtentwicklungsf√∂rdernden Form wird sie seit 1951 regelm√§√üig ausgetragen. Die gesteckten Aufgaben und Oberziele haben sich in den vergangenen 70 Jahren kaum ver√§ndert. Diese betreffen unter anderem die Schaffung von Stadtparks, die Wohnumfeld-Begr√ľnung, Renaturierungsma√ünahmen, die Wiedernutzbarmachung ehemaliger Industrie- und Milit√§rfl√§chen, die Reorganisation von Verkehrsanlagen, die Rekonstruktion von G√§rten und Naturdenkmalen, den Bau von Sport-, Freizeit- und Tourismusinfrastruktur, die Fl√§chenentsiegelung sowie die Realisierung regionaler Entwicklungsszenarien.

Abbildung: BUGA 1995 (Quelle: Buga ¬ī95 Cottbus GmbH)

Im Jahr 1995 trug Cottbus/Ch√≥Ňõebuz die 23. Bundesgartenschau aus und nutzte die Chance sich √ľberregional einen Namen als Stadt zu machen, welcher der Wandel von der ‚ÄěDDR-Betonmetropole‚Äú zu einer jungen, gr√ľnen Kulturgro√üstadt gelingt. Hauptbestandteil der damaligen Ma√ünahmen war die Neuanlage des Spreeauenparks, der die L√ľcke zwischen Wohnbebauung im Stadtteil Sandow und der P√ľckler‚Äėschen Kulturlandschaft in und um Branitz Schloss. Dar√ľber hinaus wurden die Erfolge des Strukturwandels, wie die Gr√ľndung der Brandenburgischen Technischen Universit√§t Cottbus als Wissenschaftsstandort sowie die umfangreiche Innenstadtsanierung, publikumswirksam sichtbar gemacht.

Abbildung: Gesamtplan des BUGA-Gel√§ndes 1995 (Quelle: Buga ¬ī95 Cottbus GmbH)

Mit dem bevorstehenden Ausstieg aus dem Kohlebergbau befindet sich die Stadt Cottbus/Ch√≥Ňõebuz aktuell inmitten eines weiteren Strukturwandels. Eines der Kernprojekte der kommenden zwei Jahrzehnte ist die Konversion des ehemaligen ‚ÄěBraunkohletagebaus Cottbus-Nord‚Äú zum gr√∂√üten k√ľnstlichen See Deutschlands ‚Äď dem ‚ÄěCottbuser Ostsee‚Äú. Neben zentralen Themen, wie der Verbindung von alten und neuen Kulturlandschaften, einer klimagerechten Stadtentwicklung, der ‚ÄěSmart-City-Digitalisierungsstrategie‚Äú sowie neuer, innovativer Mobilit√§tskonzepte, nimmt der Ostsee die Bedeutung eines Projekts mit √ľberregionaler Signalwirkung ein. Aufgrund der enormen bereits zur√ľckliegenden wie auch noch folgenden Entwicklungen wird eine erneute Austragung der Bundesgartenschau im Jahr 2033 angestrebt, um Cottbus/Ch√≥Ňõebuz als Modellstadt im Strukturwandel zu pr√§sentieren.

Abbildung: BUGA Cottbus 2033 (Quelle: SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten)

Zur Unterst√ľtzung und fachlichen Untermauerung einer formalen Bewerbung durch die Stadt Cottbus/Ch√≥Ňõebuz befindet sich seit Mitte 2020 eine Machbarkeitsstudie in Bearbeitung. F√ľr diese konzeptionelle Untersuchung wurde eine Arbeitsgemeinschaft, unter F√ľhrung des B√ľros SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH aus Berlin, beauftragt. Es sollen die sich aus einer Vielzahl an Workshops ergebenen Ergebnisse vorliegen, sodass eine formale Bewerbung mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung erfolgen kann.

Die Inhalte der Machbarkeitsstudie betreffen im Grundsatz die folgenden Positionen, die in der weiteren Bearbeitung u.U. angepasst und konkretisiert werden:

Potenziale bzw. Ausrichtung der BuGa sowie der k√ľnftigen Stadtentwicklung

  • Sommerliches B√ľrgerfest; Vernetzung der Stadtgesellschaft; die nachhaltige Stadt
  • ‚ÄěStadtlabor‚Äú: vision√§re Stadt- und Freiraumentwicklung

Räumliche Verortung des BuGa-Geländes

  • Konzentriert; bandartig; Satelliten oder Synthese aller Varianten

Themen f√ľr die BuGa ‚Äď regionaler Bezug

  • Kulturgeschichte
  • Kohleabbau und Energiegewinnung
  • Zerst√∂rung von Landschaft und Verlust nat√ľrlicher Lebensgrundlagen
  • Suche nach Identit√§t – vielfache Umbruchserfahrungen (4. Strukturwandel)

Verkn√ľpfung alter und neuer Kulturr√§ume

  • F√ľrst P√ľckler als Identifikations- und Orientierungsfigur

Forum Lausitz

  • Solit√§res Highlight am Stadthafen
  • Vertiefung der Kulturgeschichte sowie der BuGa-Bausteine

(√ľber)-regionaler Kontext

Eine Präsentation zum Arbeitsstand der Machbarkeitsstudie vom 15.11.2021 sowie einen Livestream dazu finden Sie auf www.cottbus-stadtentwicklung.de/wanderausstellung/#buga.

Hafenquartier

Das Hafenquartier am Cottbuser Ostsee soll als urbaner Ort u. a. mit Gewerbe-, Dienstleistungs-, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Wohnen/Ferienwohnen gestaltet werden. Mit dem Quartier wird ein neuer st√§dtischer Bezugspunkt f√ľr die Entwicklung des urbanen Raumes zwischen der Innenstadt und dem See geschaffen.

Das Quartier steht beispielhaft f√ľr eine innovative Entwicklung der Bergfolgelandschaft und tr√§gt gleichzeitig zur Unterst√ľtzung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Cottbus/Ch√≥Ňõebuz bei.

Bei den Planungen wurde daher ein besonderer Schwerpunkt auf die Umsetzung von nachhaltigen, klimasch√ľtzenden und energieeffizienten Versorgungskonzepten gelegt.

Als Bindeglied zwischen Stadt und See soll das Quartier mit dem Stadthafen zukunftsweisend und nachhaltig gestaltet werden. Der auf diesem Wege geschaffene neue Stadtteil soll Modell f√ľr andere Bergbaufolgelandschaften sowie Strukturwandelregionen stehen und kann der Stadt Cottbus/Ch√≥Ňõebuz gleichwohl als ‚ÄěAush√§ngeschild‚Äú dienen.

Abbildung: Wettbewerbsentwurf Hafenquartier (Quelle: Fehlig Moshfeghi Architekten BDA)

Der intensive Planungs- und Beteiligungsprozess mit den unterschiedlichen Interessentr√§gern sowie der √Ėffentlichkeit soll fortgesetzt und projektbezogen intensiviert werden. In diesem Zusammenhang wurde durch die Stadt Cottbus/Ch√≥Ňõebuz im Jahr 2017 ein nichtoffener st√§dtebaulich-landschaftsgestalterischer Planungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren zum Hafenquartier ausgelobt.

Im Zuge des Wettbewerbs wurden die Entw√ľrfe des B√ľros ‚ÄěFehlig Moshfeghi Architekten BDA‚Äú aus Hamburg mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Aufgrund des wertvollen Beitrags, der eine qualit√§tsvolle Entwicklung des Gesamtkonzepts √ľber den gesamten Entwicklungszeitraum gew√§hrleistet, erhielt das Architekturb√ľro den Auftrag f√ľr die weitere Qualifizierung und Konkretisierung der st√§dtebaulich-landschaftsgestalterischen Planung.

Nähere Informationen zum Planungswettbewerb sowie die Ergebnisse der anderen Preisträger können Sie hier einsehen.

 

Abbildung: Weiterentwicklung des Entwurfs (09/2020) (Quelle: Fehlig Moshfeghi Architekten BDA)

Seit September 2020 liegen die Endfassung des st√§dtebaulichen Entwurfs sowie das Mobilit√§ts- und Energieversorgungskonzept vor. Neben einer Detaillierung der st√§dtebaulichen und architektonischen Strukturen wurde sowohl Augenmerk auf die Gestaltung der Frei- und Gr√ľnr√§ume als auch auf die Gestaltung einer innovativen, zukunftsgewandten Marina gelegt.

 

Begleitend wurde durch die BTU Cottbus-Senftenberg (Fachgebiet Stadttechnik, Prof. Dr.-Ing. Matthias Koziol) eine verkehrstechnische und energetische Konzeption entwickelt, in welcher unterschiedliche Varianten und Potenziale zur Erreichung der angestrebten Umwelt-und Nachhaltigkeitsziele f√ľr das neue Stadtquartier untersucht wurden. In Anbetracht der Charakterisierung als Pilotprojekt mit zukunftsweisendem Modellcharakter f√ľr andere Strukturwandelregionen wurde u.a. die M√∂glichkeit zur Entwicklung des Hafenquartiers als CO2-neutralen Stadtteil dargestellt.

F√ľr die Weiterentwicklung des st√§dtebaulich-landschaftsgestalterischen Entwurfs zu einer integrierten Gesamtkonzeption bildete sich ein Planungskollektiv aus dem beauftragten Architekturb√ľro ‚ÄěFehlig Moshfegi Architekten BDA‚Äú, dem ‚Äěgartenlabor brunslandschaftsarchitektur‚Äú sowie der ‚ÄěDeutsche Marina Consult‚Äú. Die Ergebnisse bilden eine umfassende Grundlage f√ľr die weitere Planung des Hafenquartiers und ber√ľcksichtigen vielf√§ltige Aspekte f√ľr ein nachhaltiges Planen und Bauen.

Die Endfassung des st√§dtebaulichen Entwurfs sowie das Mobilit√§ts- und Energieversorgungskonzept stehen auf der Cottbuser Stadtseite zur Verf√ľgung.

Abbildung: Auszug Präsentation Mobilitäts-und Energieversorgungskonzept BTU (Quelle: Willner Visualisierung Potsdam)


 

Auf Grundlage des st√§dtebaulichen und freiraumplanerischen Entwurfs wird ein Bebauungsplan (B-Plan) aufgestellt. Zun√§chst erfolgt f√ľr den B-Pan ein Vorentwurf. In Abh√§ngigkeit vom Flutungsfortschritt des Cottbuser Ostsees soll auf Basis des Bebauungsplans, ein Investorenwettbewerb stattfinden. Ziel ist es, die 9 zur Verf√ľgung stehenden und mit unterschiedlichen Ausrichtungen vorgesehen Baufelder an die erfolgversprechendsten und plausibelsten Entwicklungskonzepte zu vergeben. Eine der Voraussetzungen f√ľr einen Zuschlag ist die Einhaltung der im Gestaltungshandbuch fixierten Ma√ügaben. Dadurch soll gew√§hrleistet werden, dass das Hafenquartier in h√∂chster st√§dtebaulicher und freir√§umlicher Qualit√§t errichtet wird und gleicherma√üen die gesetzten Nachhaltigkeitsziele Ber√ľcksichtigung finden.

Seevorstadt

F√ľr die Cottbuserinnen und Cottbuser entwickelt sich zwischen der Innenstadt und dem Ufer des k√ľnftigen Cottbuser Ostsees in den kommenden Jahrzehnten ein v√∂llig neues Stadtquartier in Wassern√§he. In einer weiteren Stadtumbauphase wird daf√ľr ein gro√ües altindustrielles Gewerbegebiet bis ca. 2035 umgenutzt und aufgewertet. Die ‚ÄěSeevorstadt‚Äú l√§sst die Stadt Cottbus/Ch√≥Ňõebuz und das zuk√ľnftige Gew√§sser zusammenwachsen und setzt unter den Aspekten der CO2-Neutralit√§t und Klimagerechtigkeit neue Impulse f√ľr die Stadt- und Wirtschaftsentwicklung.

Die Einzigartigkeit des Gesamtkonzepts ‚ÄěCottbuser Ostsee‚Äú wird sich auch in der Entwicklung der Seevorstadt wiederspiegeln. Als Reallabor der Energiewende soll das neue ca. 300 ha gro√üe Stadtquartier aktuelle Fragen der Stadtentwicklung praxisorientiert und forschungsbegleitend beantworten. Das Fundament des Modellvorhabens bilden drei Leitthemen: Erholen und Erleben; Innovation und Erfindergeist & Nachhaltige Stadtentwicklung.

Abbildung: Verortung der Initialbereiche entlang der Seeachse (Quelle: ICL Ingenieur Consult GmbH; Stadt Cottbus)

Im Jahr 2018 beauftragte die Stadt Cottbus/Ch√≥Ňõebuz die ‚ÄěICL Ingenieur Consult GmbH‚Äú mit der Erarbeitung einer ‚ÄěEntwicklungsstrategie Cottbuser Ostsee‚Äú. ¬†Damit erfolgte ein erster wesentlicher Bestandteil f√ľr eine planerische Konkretisierung des Stadtquartiers. Die Kernaufgabe lag in der Verkn√ľpfung der vorliegenden Konzepte und Untersuchungen (u.a. INSEK, STUB, Leitbild, Masterplan) zu einer Gesamtstrategie f√ľr die Entwicklung der relevanten Bereiche ‚ÄěStadt, See und Umland‚Äú. Als informelles Planungsinstrument wurden Vorgaben und Zielsetzungen f√ľr die k√ľnftige Entwicklung des Betrachtungsraumes zwischen Stadtzentrum und Cottbuser Ostsee dargestellt.

Die Strategie dient diesbez√ľglich als Orientierungsrahmen f√ľr die r√§umliche und funktionale Organisation sowie als Grundlage der weiteren Planung. Im Wesentlichen setzt sich das Teilkonzept mit den Chancen der Stadt bez√ľglich ihrer Lage zum Cottbuser Ostsee auseinander.

Im Ergebnis der Entwicklungsstrategie Cottbuser Ostsee wurden m√∂gliche Initialbereiche festgehalten, die einen hohen Nutzen f√ľr eine nachhaltige Stadtentwicklung im Betrachtungsbereich darstellen (siehe Abbildung). Diese umfassen Teilprojekte mit unterschiedlichen thematischen Ausrichtungen, die in mehreren Stufen realisiert werden k√∂nnen. Zu den sechs Bereichen geh√∂ren:

  • Wasser- und Energiecampus als Innovationsstandort
  • Mobilit√§tskreuz
  • Seeachse
  • Beh√∂rden- und Bildungszentrum
  • Gr√ľnes Wohnen plus
  • Zentrum postfossile Energie

In einer ersten Stufe sollen bis ins Jahr 2025 s√§mtliche vorbereitenden Ma√ünahmen erfolgen. Als zentraler Ausgangspunkt ist der Bau der Seeachse zu betrachten, von der aus sich die Seevorstadt ausdehnend entwickeln soll. In der zweiten Stufe, die bis 2030 abgeschlossen sein soll, erreicht die Seeachse ihre volle Funktionsf√§higkeit und dient als bindendes Element zwischen der Kernstadt und dem Hafen am Cottbuser Ostsee.In der dritten Stufe, die √ľber das Jahr 2030 hinausgeht, erfolgt eine stetige Verdichtung des neuen Stadtquartiers.

Die Entwicklungsstrategie (Stand September 2020) sowie weitere Dokumente finden Sie hier.

Abbildung: R√§umliches Leitbild Seevorstadt (Quelle: B√ľro Nagler & Dieck)

Auf Grundlage der Entwicklungsstrategie Cottbuser Ostsee wurde 2020 das B√ľro ‚ÄěNagler & Dieck Architekten und Stadtplaner‚Äú damit beauftragt, ein r√§umliches Leitbild zu erstellen. Dieses konkretisiert den zuvor gesteckten Rahmen in ersten st√§dtebaulichen und freiraumplanerischen Strukturen. Im Grundsatz beschreiben r√§umliche Leitbilder gesetzte strategische Ziele und Vorhaben detaillierter und nehmen Bezug zu g√ľltigen st√§dtebaulichen und stadtplanerischen Leitbildern.

Diese verfolgen das Ziel, die Stadt im Sinne einer m√∂glichst nachhaltigen Entwicklung zu pr√§gen. Zu den Zielen, die auch in der Seevorstadt Ber√ľcksichtigung finden sollen, geh√∂ren:

  • Die Stadt der kurzen Wege
  • Die dichte und durchmischte Stadt (Arbeiten und Wohnen)
  • Die klimaangepasste und klimagerechte Stadt
  • Die Gr√ľne Stadt
  • Die Soziale Stadt

Mithilfe des räumlichen Leitbilds sollen unterschiedliche Quartierstypen in der Seevorstadt verortet werden, die den Zielen der Stadtentwicklung zuträglich sind. Der Grad der Verdichtung soll dabei mit steigender Entfernung von der Seeachse abnehmen, sodass ein stufenloser Übergang vom Urbanen zu den dörfischen Bereichen in Merzdorf und Dissenchen möglich wird.

Das Räumliche Leitbild (Stand Januar 2021) sowie weitere Dokumente finden Sie hier.

Abbildung: Ausschnitt Vorstufe Rahmenplan (Quelle: Stadt Cottbus)

Die Ergebnisse des r√§umlichen Leitbilds stellen eine weitere Planungsgrundlage f√ľr die Entwicklung der Seevorstadt dar. In einem internen Arbeitsprozess wurden die Erkenntnisse durch den Fachbereich Stadtentwicklung abgeleitet und die Vorstufe zum Rahmenplan erstellt. Diese enth√§lt bereits √ľbergeordnete Ma√ünahmen, die in den kommenden Jahren priorisiert und konkretisiert werden sollen. Diese beschreiben sowohl die Art der Bebauung als auch die geplante Erscheinung des Ortsbildes sowie der Gr√ľn-, Frei- und Verkehrsfl√§chen. Dar√ľber hinaus werden bereits konkrete Stellen f√ľr den Grunderwerb und den Abbruch st√∂renden Gewerbes verortet.

Die Vorstufe zum Rahmenplan (Stand Dezember 2020) sowie weitere Dokumente finden Sie hier.

 

Abbildung: Entwurf Rahmenplan, Stand September 2021 (Quelle: ISSS research | architecture | urbanism, bauchplan ).( landschaftsarchitekten und stadtplaner)

Auf Basis dieser festgelegten Rahmenbedingungen entstand eine erste Qualifizierung des Rahmenplans. Der erste Entwurf des st√§dtebaulichen Rahmenplans Seevorstadt sieht das Ziel, ein klimagerechtes, gemischt-genutztes und lebendiges sowie urbanes Stadtquartier zwischen der Cottbuser Innenstadt und dem k√ľnftigen Ostsee mit eigenst√§ndiger Identit√§t zu schaffen. Dieser wurde bereits den Stadtverordneten, Anwohnern, Eigent√ľmern und interessierten Besuchern vorgestellt, auch in Form eines Quartiersspaziergangs auf der Seeachse.
Mit dem st√§dtebaulichen Rahmenplan soll eine ausreichend gegenst√§ndliche Handlungsgrundlage f√ľr die weitere Planung des Stadtumbauprozesses entstehen.

Eine ausf√ľhrliche Pr√§sentation zum Rahmenplan mit Erl√§uterungen zur Leitidee, den Entwicklungsstufen, Mobilit√§t, Nutzungsverteilung, Freiraum, Klimaresilienz bis hin zur Quartiersentwicklung kann hier angeschaut und heruntergeladen oder √ľber diese Galerieansichten eingesehen werden:

Leitidee
Rahmenplan / Entwicklungsstufen
Mobilität / Nutzung / Freiraum
Klima / Quartiersentwicklung

Au√üerdem stehen hier Dokumente zum Rahmenplan, wie eine Ma√ünahmenliste, die Beschlussvorlage und weiteres zur Verf√ľgung.

Die Entwicklungsstrategie Cottbuser Ostsee verkn√ľpft verschiedene Planungsgrundlagen zu einer Gesamtkonzeption der relevanten Bereiche ‚ÄěStadt, See und Umland‚Äú. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist die Verkn√ľpfung der Stadt mit dem Wasser.

F√ľr eine Inwertsetzung sowie der Schaffung von Synergieeffekten bez√ľglich des Wachstumsraums und der touristischen Infrastruktur, wird die Aufwertung der Seevorstadt durch die Anlage einer ‚ÄěKanallandschaft‚Äú angestrebt. Diese verfolgt das Ziel das Wasser in die Seevorstadt zu holen, um einerseits eine Verbindung zwischen dem Ostsee und der Spree herzustellen und andererseits eine klimaangepasste, attraktive Landschaft mit Wasserbecken und k√ľnstlichen Kan√§len entlang der Seeachse zu realisieren.

F√ľr grundlegende Aussagen zu einer planerischen Ausgestaltung sowie der technisch-rechtlichen Realisierbarkeit wurde 2019 durch die Stadt Cottbus/Ch√≥Ňõebuz die ‚ÄěMachbarkeitsstudie Kanallandschaft‚Äú beauftragt.

Bereits im Mai 2018 hat die Stadt Cottbus/Ch√≥Ňõebuz f√ľr den Bereich entlang der ehemaligen Bahntrasse Cottbus-Guben, zwischen den Stadtteilen Sandow, Merzdorf und Dissenchen, die Grundlagen mit dem Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes Nr. O/25, 26/113 “Seeachse Cottbuser Ostsee‚Äú f√ľr die Entwicklung der Seevorstadt gebildet. Mit ihrer Grundsatzposition zum Cottbuser Ostsee als Schwerpunktprojekt der k√ľnftigen Stadtentwicklung wurde der Bedeutung des Gesamtprojekts √∂ffentlich Nachdruck verliehen.

Aufgrund des Bekanntwerdens von Fl√§chenverkaufsabsichten und Grundst√ľcksver√§nderungen innerhalb des festgelegten Geltungsbereichs stellte sich die Notwendigkeit heraus, ein Sicherungs- und Handlungsinstrument im Bereich des privaten Grundst√ľcksverkehrs einzuf√ľhren. Um eine geordnete, den Zielen der vorangegangenen Planungen (Masterplan, Potenzialanalyse, Entwicklungsstrategie) zutr√§gliche st√§dtebauliche Entwicklung gew√§hrleisten zu k√∂nnen, steht der Stadt Cottbus/Ch√≥Ňõebuz ein besonderes Vorkaufsrecht im Sinne des ¬ß 25 Abs. 1 Nr. 2 BauGB an unbebauten und bebauten Grundst√ľcken zu.

In ihrer Sitzung am 25.11.2020 hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Cottbus/Ch√≥Ňõebuz die Vorkaufsrechtssatzung rechtsbindend beschlossen. Damit m√ľssen privatwirtschaftliche Verkaufsabsichten von Grundst√ľcken im Geltungsbereich ‚ÄěSeeachse Cottbuser Ostsee‚Äú der Stadt Cottbus/Ch√≥Ňõebuz angezeigt werden, welche ein bevorzugtes Recht auf Erwerb der betreffenden Fl√§chen hat. Erst bei Ablehnung des Grundst√ľckskaufs durch die Stadt d√ľrfen Dritte Erwerbsverhandlungen aufnehmen.

Alle wichtigen Dokumente und der Lageplan mit dem r√§umlichen Geltungsbereich der Satzung stehen auf der Stadtseite zum Download zur Verf√ľgung.

Masterplan

Beim Masterplan handelt es sich um ein offenes, informelles Planungs- und Managementinstrument mit Empfehlungscharakter f√ľr alle am Planungsprozess beteiligten Akteure.

2006 haben alle vier stimmberechtigten Gemeinden des Inselrates den Masterplan mit wortgleichen Beschlusstexten in ihren kommunalen Gremien als langfristige Arbeitsleitlinie verabschiedet.

Der Masterplan ‚ÄěCottbuser Ostsee‚Äú entstand nach dem internationalen Wettbewerb 2000/2001 im Zusammenwirken der B√ľros von Erst- und Zweitplatzierten. In einem Werkstattverfahren wurden die strukturellen Ideen und Gestaltungsans√§tze f√ľr die Bergbaufolgelandschaft unmittelbar um das k√ľnftige Seeufer herum in einen konzeptionellen Plan vereinigt.

 

Abbildung: Masterplan 3. Fortschreibung (Quelle: Stadt Cottbus)

Nach 7 Jahren wurde der Masterplan ein erstes Mal an neue Erkenntnisse angepasst.
Mit den Ergebnissen aus der Potenzialanalyse zum Cottbuser Ostsee 2016 erfolgte die 2. Fortschreibung.

Im Dezember 2021 wurde zum 3. Mal der Masterplan fortgeschrieben sowie beschlossen.
Durch das Voranschreiten der Teilprojekte, neu hinzugekommene Projekte und die Neuausrichtung auf die Herausforderungen des Strukturwandels waren Anpassungen am Plan erforderlich. Der aktuelle Masterplan wurde technisch neu aufgearbeitet und grafisch √ľberarbeitet, die Fl√§chendarstellungen genauer dargestellt, der Kartenausschnitt vergr√∂√üert und die Teilprojekte erg√§nzt und fortgeschrieben.

Notwendige √Ąnderungen und Anpassungen sollen in einer potenziellen 4. Fortschreibung wahrscheinlich im Jahr 2026 erfolgen.

Weitere Informationen sowie alle Dokumente zu den Fortschreibungen des Masterplans können hier angeschaut und heruntergeladen werden:


Die interaktive Karte der 3. Fortschreibung findet Einzug in das Geoportal der Stadt und ist auch hier abrufbar.

Abbildung: Schl√ľssel- und Leitprojekte (Quelle: Stadt Cottbus)

Seit dem Jahr 2006 existiert f√ľr Cottbus/Ch√≥Ňõebuz und die weiteren Anrainergemeinden des Sees eine gemeinsam genutzte Plangrundlage f√ľr die Entwicklung des zuk√ľnftigen Cottbuser Ostsees ‚Äď der Masterplan. Diese Grundlage bildet die vorgesehenen Entwicklungen am und um den See, jedoch nur in groben Grundz√ľgen ab. Aus diesem Grund wurde beschlossen, aufbauend auf dem Masterplan, eine Potenzialanalyse hinsichtlich der zu erwartenden freizeitorientierten Naherholung sowie der touristischen und verkehrlichen Entwicklung zu erarbeiten. Im September 2016 haben die Stadtverordneten die Potenzialanalyse “Cottbuser Ostsee” beschlossen.

Die Aufgabenstellung beinhaltete hierbei die Aussagen der 1. Fortschreibung des Masterplans kritisch zu pr√ľfen, weiterzuentwickeln und zu konkretisieren. Die Erkenntnisse der Potenzialanalyse m√ľndeten anschlie√üend in der 2. Fortschreibung des Masterplans.

F√ľr die Erarbeitung der Potenzialanalyse wurde ein integrierter Ansatz gew√§hlt. So wurde u.a. eine Projektgruppe gebildet, die das ausf√ľhrende B√ľro PROJECT M in der Bearbeitung mit ihrem Wissen unterst√ľtzte. Weiterhin erfolgten diverse Arbeitsgespr√§che mit den kommunalen Verwaltungsebenen und weiteren Beteiligten und Betroffenen.

Ziel der Potenzialanalyse war die Erarbeitung eines¬†von allen Anrainern getragenen standort√ľbergreifenden Leitbilds.¬†Dar√ľber hinaus galt es dem Spannungsfeld zwischen Vision und Machbarkeit zu begegnen.
Die zentralen Punkte der Potenzialanalyse f√ľr die Entwicklung des zuk√ľnftigen Sees sind das Leitbild und die Schl√ľsselprojekte. Sie bilden das Grundger√ľst f√ľr den Aufbau einer tragf√§higen Infra- und Angebotsstruktur.

Standortentwicklung:

Bei allen bisher getroffenen Festlegungen ist es aufgrund des immer noch langen Planungshorizonts (bis mindesten 2030) wichtig, eine ausreichende Flexibilit√§t und gen√ľgend Spielr√§ume f√ľr neue (nicht absehbare) Entwicklungen zu schaffen. Aus diesem Grund sind die in der Potenzialanalyse formulierten (und in den Masterplan √ľbertragenen) Standortzuschnitte als Orientierungsgr√∂√üen zu verstehen, die in weiteren Planungsschritten zu konkretisieren sind.

Weitere Informationen sowie alle aktuellen Dokumente zur Potenzialanalyse können auf der Cottbuser Stadtseite angeschaut und heruntergeladen werden.

Flurbereinigungsverfahren

In 34 Jahren des Bergbaus hat sich das Landschaftsbild im Bereich des Braunkohletagebaus Cottbus-Nord stark verändert.
Aus der Erscheinungs- und Nutzungs√§nderung der Landschaft resultiert, dass Grundst√ľcke in ihrer Ursprungsform nicht mehr existent oder verwendbar sind.

F√ľr die Nachnutzung dieser Fl√§chen wird eine Neuordnung des l√§ndlichen Grundbesitzes entlang der Grenzen des zuk√ľnftigen Cottbuser Ostsees notwendig. Diese Anpassung erfolgt mittels eines ‚ÄěFlurbereinigungsverfahrens‚Äú, welches durch das Flurbereinigungsgesetz geregelt ist.

Unter dem Begriff der ‚ÄěFlurbereinigung‚Äú wird die Zusammenlegung und Neuaufteilung von Grundst√ľckseinheiten verstanden. Dabei werden meist kleine, zersplitterte oder auch ung√ľnstig gelegene Einheiten zu gr√∂√üeren, gut nutzbaren Grundst√ľcken zusammengefasst. Dadurch kann ein abgegrenzter Bereich, der z. B. durch historische Erbfolge und Grundst√ľcksteilungen aber auch durch Nutzungs√§nderungen und Umwelteingriffe schwer erreichbar wurde, neugestaltet werden. Ziel ist es, den gr√∂√ütm√∂glichen Nutzen f√ľr alle Beteiligten, die Eigent√ľmer und die Allgemeinheit zu erzielen.

F√ľr die Durchf√ľhrung der Flurbereinigung werden in Deutschland verschiedene Verfahren auf Grundlage des Flurbereinigungsgesetzes (FlurbG) angewendet. Die Verfahrensdurchf√ľhrung beansprucht in der Regel mehrere Jahre, wobei sich die Durchf√ľhrungsdauer der einzelnen Verfahrensarten stark voneinander unterscheidet. Dementsprechend ist die Wahl des f√ľr den Sachverhalt geeignetsten Verfahrens notwendig, um die gesetzten Ziele m√∂glichst einfach, schnell und kosteng√ľnstig zu erreichen.

Im Fall des Flurbereinigungsverfahrens ‚ÄěCottbuser Ostsee‚Äú kommt das vereinfachte Flurbereinigungsverfahren nach ¬ß 86 FlurbG zum Tragen. Dieses wird angewendet, um Verbesserungen der Agrarsituation, der Dorf- und Ortsteilerneuerung, der Entwicklung von Gew√§ssern sowie der Gestaltung des Landschaftsbildes zu erm√∂glichen. Im Vergleich zur Regelflurbereinigung ist das vereinfachte Verfahren in einer k√ľrzeren Zeitspanne durchf√ľhrbar, da es sich auf wesentliche Verfahrensziele innerhalb festgelegter Verfahrensgrenzen beschr√§nkt.

Die durchschnittliche Dauer vereinfachter Flurbereinigungsverfahren liegt bei ca. 7 Jahren von der Anordnung bis zur Schlussfeststellung des Verfahrens.

F√ľr den Zust√§ndigkeitsbereich der Lausitzer Energie Bergbau AG (LEAG) wurde durch das Unternehmen am 04.11.216 ein Antrag auf Durchf√ľhrung des vereinfachten Flurbereinigungsverfahrens f√ľr einen 23,5 km¬≤ umfassenden Verfahrensbereich gestellt. Am 04.04.2017 fasste das Landesamtes f√ľr l√§ndliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung Luckau (LELF) den Anordnungsbeschluss zur Durchf√ľhrung des Verfahrens. Die Ziele der Neuordnung konzentrieren sich im Wesentlichen auf die Schaffung von Volleigentum, die Ausgestaltung wirtschaftlicherer Grundst√ľcksformen, die Erschlie√üung durch Wegeverbindungen sowie auf die Beseitigung von Investitionshemmnissen.

F√ľr das Verfahren wird mit einer Dauer bis zum Jahr 2024 gerechnet.

Genehmigung

Das Genehmigungsverfahren f√ľr den Cottbuser Ostsee ging 2018 in die erneute √∂ffentliche Beteiligung.¬†F√ľr die Herstellung des Cottbuser Ostsees ist ein Planfeststellungsverfahren nach Wasserhaushaltgesetz erforderlich.

Nach der ersten Einreichung der Planunterlagen durch das Bergbauunternehmen Vattenfall im Jahre 2014 hatte die LEAG die zweite √úberarbeitung (Tektur) beim Landesamt f√ľr Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg eingereicht.

Alle Antragsunterlagen dazu sind auf den Seiten des Landesbergamtes dokumentiert.

Nach Pr√ľfung durch das Landesbergamt als Genehmigungsbeh√∂rde wurde am 12.04.2019 der Planfeststellungsbeschluss zur Herstellung des Cottbuser Ostsees mit den entsprechenden gesetzlichen Auflagen und Nebenbestimmungen erteilt.

Der Planfeststellungsbeschluss kann ebenfalls beim Landesbergamt eingesehen werden.

Stadtverwaltung¬†Cottbus/Ch√≥Ňõebuz

Geschäftsbereich V РWirtschaft, Digitalisierung und Strukturentwicklung                                
Rathaus, Neumarkt 5
03046 Cottbus

Stefan Korb
Telefon: 0355 ‚Äď 612 2560

E-Mail: Wirtschaft@Cottbus.de

Stadtverwaltung Cottbus/Ch√≥Ňõebuz¬†

Gesch√§ftsbereich IV ‚Äď Stadtentwicklung und Bauen, Fachbereich Stadtentwicklung
Karl-Marx-Straße 67                                                      03044 Cottbus

Doreen Mohaupt  
Telefon: 0355 ‚Äď 612 4115
E-Mail: Stadtentwicklung@Cottbus.de

 

DSK Deutsche Stadt- und Grundst√ľcksentwicklungsgesellschaft mbH

Ostrower Straße 15
03046 Cottbus

Mike Lux
Telefon: 0355 ‚Äď 78002 25
E-Mail: Mike.Lux@dsk-gmbh.de