TAGEBAUGESCHICHTE
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Die Lausitzer Braunkohle ist zwischen 5 bis 25 Millionen Jahre alt und zu einer Zeit entstanden als die Dinosaurier zwar längst ausgestorben waren, an den modernen Menschen jedoch lange noch nicht zu denken war (früheste Funde des homo sapiens datieren auf eine Zeit vor rund 200.000 Jahren).

Mit dem ausgehenden 18. Jahrhundert gewinnt die Braunkohle in der Lausitz langsam an Relevanz. Doch erst Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgt mit der Industrialisierung der verstärkte Abbau des Brennstoffs. In einer bislang vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägten Region entstanden Manufakturen und Fabriken. Die Braunkohle löste so zunehmend die Brennstoffe Holz und Torf ab.

In den alten Tagebauen wird schon lange keine Kohle mehr abgebaut. Sie sind teilweise auch kaum noch als solche zu erkennen. Andere, Neuere wiederum sind noch aktiv oder wurden erst vor kurzem stillgelegt. Letztere haben einen aufwendigen und langwierigen Prozess der Rekultivierung und Sanierung vor sich.

Einer dieser Tagebaue war der rund fünf Kilometer von Cottbus entfernte Tagebau Cottbus-Nord. Die Kohle befand sich dort in einer Tiefe von ca. 40 Metern. Das Flöz war ungefähr 11 Meter mächtig. Zwischen 1981 und 2015 wurden dort rund 220 Mio. Tonnen Kohle gefördert oder bildlicher gesprochen: Den Tagebau Cottbus-Nord verließen in dieser Zeit 220.000 Kohlezüge!

Was die Zukunft des Tagebaus Cottbus-Nord angeht wurden von Beginn der Tagebautätigkeit Nachnutzungsstrategien verfolgt. Die vergangenen zwei Jahrzehnte stehen ganz im Zeichen der Weiterentwicklung und Präzisierung der Ideen und der Umsetzung realisierbarer Konzepte und Entwicklungsstrategien.