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Planfeststellungsverfahren

Das Verwaltungsverfahren nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG) wurde von der Bergbautreibenden in zwei Teilvorhaben bei der Bergbeh√∂rde des Landes Brandenburg, dem Landesamt f√ľr Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR), beantragt.

Das Teilvorhaben 1 befasste sich mit der bergbaulichen Inanspruchnahme der Lakomaer Teiche und eines Abschnittes des Altlaufes Hammergraben. 1999 begannen die Arbeiten beauftragter Gutachter und Planer mit dem Scopingtermin. Der Planfeststellungsbeschluss zur Ersatzschaffung einer Teichgruppe an der Spree nördlich von Dissen zur fischereilichen Bewirtschaftung und zu Renaturierungsmaßnahmen im Spreeverlauf zwischen Cottbus-Döbbrick und Schmogrow wurde vom LBGR am 18.12.2006 gefasst. Am 27.07.2007 erhielt der Planfeststellungbeschluss eine Ergänzung. In den Jahren 2007-09 fand der Großteil der Umsetzungen der Maßnahmenpakete durch Vattenfall Europe Mining AG statt.

Das Teilvorhaben 2 befasst sich mit der Herstellung des neuen Gewässers mittels gesteuertem Grundwasserwiederanstieg und Flutung des Tagebaurestloches mit Oberflächenwasser. Der Scopingtermin fand im Dezember 2010 statt. Die Antragsunterlagen wurden mit vielen Begleitgutachten im 1. Quartal 2015 öffentlich ausgelegt und erhielten im 2. Quartal 2016 eine erste Tektur, welche ebenfalls offengelegt wurde. Zu beiden Unterlagen gab die Stadt Cottbus umfangreiche Stellungnahmen ab.

Am 01.11.2016 f√ľhrte die Bergbeh√∂rde die Anh√∂rung zu den Einwendungen und Anregungen durch. Hauptpunkte sind der k√ľnftige Einfluss des Seespiegels auf die zu erwartenden Grundwasserst√§nde im Umfeld des neuen Gew√§ssers sowie die Auswirkungen des Seeabflusses √ľber den Schwarzen Graben auf die Vorflutgr√§ben in Maust (Gemeinde Teichland). Durch die Thematiken Eisenhydroxidbildung und -transport bzw. Absetzen von Eisenhydroxidschlamm sowie die Entwicklung des Sulfatgehaltes der Spree ist in den Einwendungen auch ein gro√ües Augenmerk auch auf die Gew√§sserg√ľte des entstehenden Sees gelegt worden. Viele Tr√§ger √∂ffentlicher Belange und B√ľrger erhoffen sich mit dem Verfahren eine Kl√§rung und Festlegung zur m√∂glichen speicherwirtschaftlichen Nutzung durch das Land Brandenburg.

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