TAGEBAUGESCHICHTE
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Die Lausitzer Braunkohle ist zwischen 5 bis 25 Millionen Jahre alt und zu einer Zeit entstanden als die Dinosaurier zwar längst ausgestorben waren, an den modernen Menschen jedoch lange noch nicht zu denken war (früheste Funde des homo sapiens datieren auf eine Zeit vor rund 200.000 Jahren).

Mit dem ausgehenden 18. Jahrhundert gewinnt die Braunkohle in der Lausitz langsam an Relevanz. Doch erst Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgt mit der Industrialisierung der verstärkte Abbau des Brennstoffs. In einer bislang vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägten Region entstanden Manufakturen und Fabriken. Die Braunkohle löste so zunehmend die im direkten Vergleich minderwertigen Brennstoffe Holz und Torf ab. Es soll jedoch noch weitere 100 Jahre dauern, bis die Lausitz als Kohle- und Energieregion bekannt wird.

In den alten Tagebauen wird schon lange keine Kohle mehr abgebaut. Sie sind teilweise auch kaum noch als solche zu erkennen. Andere, Neuere wiederum sind noch aktiv oder wurden erst vor kurzem stillgelegt. Letztere haben einen aufwendigen und langwierigen Prozess der Renaturierung vor sich.

Einer dieser Tagebaue ist der rund fünf Kilometer von Cottbus entfernte Tagebau Cottbus-Nord. Die Kohle befindet sich dort in einer Tiefe von ca. 40 Metern. Das Flöz selbst ist ungefähr 11 Meter stark. Zwischen 1981 und 2015 wurden dort rund 220 Mio. Tonnen Kohle gefördert (220 000 000 t) oder bildlicher gesprochen: Den Tagebau Cottbus-Nord verließen in dieser Zeit 220.000 Kohlezüge! Diese Zahl basiert auf den technischen Angaben des letzten Kohlezuges, der den Tagebau Cottbus-Nord am 23.12.2015 in Richtung Kraftwerk Jänschwalde verließ.

Was die Zukunft des Tagebaus Cottbus-Nord angeht wurden bereits seit den ausgehenden 1990er Jahren erste Visionen erarbeitet. Die vergangenen Jahre stehen ganz im Zeichen der Weiterentwicklung der Visionen und dem Formulieren realisierbarer Konzepte und Entwicklungsstrategien.